
Psychohygiene und Achtsamkeit - die behandelnde Person
Reflexion für Therapeuten - Fragen, die im Praxisalltag oft unbeantwortet bleiben
Wann inspiriert dich eine Behandlung? Wie kommst du mit einer Patientin oder einem Patienten wirklich ans Ziel? Wie beeinflusst deine innere Haltung die therapeutische Beziehung? Viele dieser Fragen tauchen im Berufsalltag auf, werden aber in der Ausbildung kaum thematisiert. Dieser Workshop bietet Raum, genau diesen Aspekten deiner Arbeit bewusst zu begegnen und neue Perspektiven auf deine therapeutische Rolle zu entwickeln.
Wie kannst du das, was dich wirklich begeistert, stärker in deine Behandlung einbringen? Wann fühlst du dich erfüllt und wann eher erschöpft oder gelangweilt? Wann fällt dir Berührung leicht und wann nicht? Auch Themen wie Leistungsdruck, beruflicher Selbstwert und Wertschätzung spielen im therapeutischen Alltag eine große Rolle: Geht der Druck von Patient:innen aus oder von dir selbst? Wovon hängt dein beruflicher Selbstwert ab? Von Rückmeldungen? Von finanziellen Faktoren? Von sichtbaren Behandlungserfolgen? Der Workshop eröffnet einen geschützten Raum, um diese Fragen ehrlich zu reflektieren und neue Klarheit zu gewinnen.
Psychohygiene im therapeutischen Beruf
Nicht nur Berufsanfänger:innen beschäftigen diese Themen. Auch erfahrene Therapeut:innen profitieren davon, regelmäßig innezuhalten und ihre Arbeit zu reflektieren. Im Alltag bleibt dafür jedoch selten Zeit und Supervision ist im therapeutischen Bereich noch immer nicht selbstverständlich. Dieser Workshop bringt genau diese Reflexion und Psychohygiene zurück in den Mittelpunkt.
Ziel ist es,
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Motivation neu zu entdecken
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die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken
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die Beziehung zur eigenen Arbeit bewusst wahrzunehmen
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und die Freude am therapeutischen Beruf zu vertiefen.
Methoden, die Körper, Denken und Wahrnehmung verbinden
Die Arbeit im Workshop verbindet Methoden aus der Körperarbeit, der Gesprächsführung sowie kreativen und reflektierenden Techniken. Dazu gehören unter anderem:
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Achtsamkeitsübungen für Körper, Geist und Gefühle
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Bodyscan und Atemübungen
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Reflecting Team und Diskursformate
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Fünf-Finger-Feedback
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Detail- und Übersichtszeichnungen
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Free Writing, Haiku und Elfchen
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kreatives Gestalten mit Ton oder Knete
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Raumwahrnehmung und Körperorientierung
Diese Methoden helfen dir, deine Wahrnehmung zu vertiefen und neue Zugänge zu deiner therapeutischen Arbeit zu entwickeln.
Warum Schreiben und Visualisieren so wirkungsvoll sind
Das Schreiben, Formulieren und Neu-Zusammensetzen von Gedanken ist eine kraftvolle Methode zur Klärung und Inspiration. Durch kreative Körperarbeit entstehen neue Denkzusammenhänge. Denn Denken, Fühlen und Wahrnehmen sind immer auch verkörperte Prozesse. In der Therapie nutzen wir unseren Körper als Werkzeug. Unsere Kommunikationsfähigkeit und unser Fachwissen steuern die Interaktion mit dem Patienten. Dabei entsteht eine therapeutische Dramaturgie, von der Begrüßung über Untersuchung und Behandlung bis zur Verabschiedung.
Neue Perspektiven auf deine therapeutische Arbeit
In diesem Workshop beschäftigst du dich mit deiner Arbeit aus ungewohnten Blickwinkeln. Wir werden uns von innen nach außen und mit ungewöhnlichen Perspektiven beschäftigen mit dem, was die Arbeit lebenswert macht. Die Methoden aus dem Embodyment wie: „mit einem Körperteil sein“ oder „zweckbefreites Wahrnehmen“ sind wertvolle Inspiration für die Behandlung von KlientInnen.
Bevor die Dozentin des Kurses, Karin McHugh Physiotherapeutin wurde, arbeitete sie im Bereich Dokumentarfilm. Schon damals stand für sie der Mensch im Mittelpunkt, seine Geschichten, Perspektiven und Lebensrealitäten. Aufgrund der schwierigen Arbeitsbedingungen in der Filmbranche entschied sie sich für einen bodenständigeren Weg im Gesundheitswesen und absolvierte die Ausbildung zur Physiotherapeutin. Dort entdeckte sie schnell, dass ihre ursprüngliche Faszination für Menschen geblieben ist: Auch in der Therapie begegnet sie täglich individuellen Geschichten, nur werden diese nicht öffentlich erzählt.
Enwickle ein tieferes Verständnis dafür, was deine therapeutische Arbeit wirklich lebendig und erfüllend macht.
Der Workshop richtet sich an Therapeut:innen, die ihre berufliche Rolle reflektieren und ihre Arbeit bewusster und erfüllender gestalten möchten. Angesprochen sind insbesondere: Physiotherapeut:innen, Osteopath:innen, Ergotherapeut:innen, Therapeut:innen aus körperorientierten Therapieberufen.
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